Eine gelungene bidirektionale Integration bei der Entwicklung eines RIS-Systems.

Das Brüsseler Krankenhaus Clinique Saint-Jean hat 558 Betten und 1400 Mitarbeiter an insgesamt drei Standorten (Botanique, Méridien und Léopold I). Es bietet sämtliche Versorgungsleistungen im Bereich der somatischen Erkrankungen und der seelischen Gesundheit an. Des Weiteren hat das Krankenhaus Abteilungen für Herzchirurgie, Strahlentherapie, Neurochirurgie und Geburtshilfe mit über 2200 Entbindungen im Jahr. 2007 entschied sich die Clinique Saint-Jean für das PACS von Telemis. Seitdem hat sich die Zusammenarbeit ständig weiterentwickelt. Mittlerweile bringt Telemis sein Know-how nicht mehr nur im Bereich der Radiologie ein, sondern auch über verschiedene Anwendungen in den Bereichen Kardiologie, Strahlentherapie,
                            Gefäßechographie, medizinische Bildgebung im OP und Nuklearmedizin.
Dr. Christian Venet
 
Die Clinique Saint-Jean hat sich kürzlich dazu entschlossen, ihr RIS-System aufzurüsten. Die neue Version soll noch leistungsstärker sein und eine noch höhere Präzision ermöglichen. So kam es, dass die Belgische Gesellschaft für Medizinische Information (Société Belge d'Informatique Médicale, SBIM) die brandneue Software MEDES (Medical Efficient Solutions) vorgeschlagen hat. Für die SBIM war die Implementierung des Systems in der Clinique Saint-Jean und ihre Integration in das PACS von Telemis ein Pilotprojekt.
 
Die Herausforderung bestand darin, das alte RIS zum neuen RIS zu migrieren, dabei jedoch eine perfekte Integration in das PACS von Telemis beizubehalten. Tatsächlich wird das Bildverwaltungssystem Telemis-Medical bereits seit neun Jahren tagtäglich zur Erfassung, Speicherung, Archivierung und Diagnose von radiologischen Bildern verwendet.
 
Eine reibungslose Integration
 
Bei der Integration in das neue System war es für Telemis ein vorrangiges Anliegen, die Gewohnheiten der einzelnen Anwender zu erhalten und die Besonderheiten aufgrund der Verteilung der Clinique Saint-Jean auf mehrere Standorte zu berücksichtigen. Die PACS-Funktionalitäten und -Konfigurationen, die bei den bereits durchgeführten acht Upgrades nach und nach hinzugefügt wurden, mussten erhalten bleiben. Zugleich sollte das neue System aber auch Spielraum für neue Möglichkeiten lassen. „Das System ist so konzipiert, dass es sich an verschiedene Funktionsweisen für alle Leistungen in der Radiologie anpassen lässt“, betont Dr. Christian Venet, Chefarzt der Radiologischen Abteilung in der Clinique Saint-Jean.
 
Einfache Prozesse ... für den Anwender
 
Die Front-End-Integration wurde überarbeitet, um die Arbeit zu erleichtern und die Zahl der Vorgänge, die für den Wechsel zwischen den Krankenakten ausgeführt werden müssen, zu verringern. Ein Beispiel ist die automatische Wiederherstellung der Schlussfolgerung des Berichts aus dem RIS im PACS. Diese liefert den Krankenhausärzten mit nur minimalem Zeitaufwand einen Hinweis auf die Diagnose. Das Ergebnis der Zusammenarbeit bei diesem Projekt ist vor allem wegen der großen Einfachheit der Prozesse und der Integrationsstärke so hervorragend geraten.
 
Eine fruchtbare Zusammenarbeit
 
Durch die Verbindung des PACS-Know-how mit dem RIS-Know-how profitieren Radiologen von einer Lösung, die perfekt für den belgischen Markt angepasst ist und bei der die Symbiose aus beiden Lösungen nach mehr als zwölfjähriger Zusammenarbeit der beiden Plattformen sichtbare Früchte trägt.
 

20/07/2016